„Das ganze Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“. Wer kennt ihn nicht, diesen oft zitierten und wahren Ausspruch. Zugegeben – heute gehört der Reitsport zu einem der beliebtesten Hobbys und das nicht nur in Deutschland. Kein Wunder, denn bereits mehr als 6000 Jahre leben Mensch und Pferd schon in einer freundschaftlichen und sehr nützlichen Symbiose zusammen. Sie sind ein perfekt aufeinander abgestimmtes Team. Dabei hat kein Tier die Entwicklung des Menschen jemals mehr beeinflusst als das Pferd.
Als der Mensch das Reiten erlernte, eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten schneller als gewöhnlich sogar große Strecken zurückzulegen. Außerdem wurden in früheren Jahrhunderten viele Kriege und Schlachten auf dem Pferd ausgetragen und gewonnen.
Später nahm das Pferd dem Menschen viel schwere Arbeit ab, zum Beispiel in der Land- oder Forstwirtschaft. Heute verrichten Maschinen diese Arbeit. Trotzdem hat das Pferd für den Menschen immer noch einen enormen Wert – als Freund und Partner für die Freizeitgestaltung. Der Pferdesport hat viele verschiedene Fassetten – denn Reiten ist nun mal nicht gleich Reiten.
Wir kennen hier zum einen das Springreiten oder Parcoursspringen, bei dem auf vorgegeben Bahnen verschiedene Hindernisse überwunden werden müssen. Dabei sind die Hindernisse so aufgebaut, dass sie bei der leichtesten Berührung des Pferdes sofort herunterfallen. Wenn das geschieht, bekommt der Reiter Fehlerpunkte und es kann zu mehreren Umläufen oder gar einem Stechen kommen. Bei dieser Disziplin geht es neben einem fehlerfreien Ritt auch um die Bestzeit.
Eine weitere Variante des Reitports ist das Dressurreiten. Bei dieser Sportart werden die natürlichen Bewegungen des Pferdes durch verschiedene Übungen gefördert. Das Tier lernt hier nicht nur auf minimale Signale zu reagieren, sondern auch mit dem Gewicht des Reiters umzugehen. Pferd und Reiter bilden im Idealfall eine Gemeinschaft, deren Perfektion sich beispielsweise bei Turnieren zeigt. Hier können beide unter Beweis stellen, wie gut sie ihre Lektion gelernt haben. Besonders Frauen in dieser Sportart weltweit auf den vordersten Plätzen zu finden.
Das Westernreiten – der so genannte amerikanische Reitstil – hat seinen Ursprung in der geübten Reiterei der Cowboys. Dabei liegt das Prinzip des Westernreitens in der selbstständigen Arbeit des Pferdes und dem „Pferdeverstand“ seines Reiters. Ein Cowboy der sein Pferd beherrschen wollte, war weder ein guter Viehhirt und kein guter Reiter.
Bei dieser Disziplin kommt es vor allem auf Geschwindigkeit und damit schnelles reagieren an. Das Pferd benötigt eine erstklassige Knochenstruktur und starke Muskeln vor allem in der Hinterhand.
Der wohl älteste Pferdesport der Geschichte ist das Distanzreiten. Seinen Ursprung fand dieser Sport in den unglaublich langen und beschwerlichen Armeemärschen und Völkerwanderungen der vergangenen Jahrhunderte. Heute ist das Distanzreiten ein schöner Ausdauersport für Mensch und Pferd, ohne unnötigen Stress.
Last but not least ist auch der Fahrsport ein Teil des heute so attraktiven Pferdesports der besonders für Menschen geeignet ist, die lieber hinter einem Pferd sitzen als darauf. Dabei erinnert der Grundgedanke des Fahrsports an die Arbeit eines Kutschers und seine Geschicklichkeit im Umgang mit Pferd und Wagen.
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